Mittwoch, 20. Oktober 2010

found a wallet

Komisch fühlt sie sich an, ganz schmal und leicht, dabei ist alles drin, ausser dem Geld versteht sich. Sie ist meins und doch fremdel ich, mit fremden Fingern durchwühlt und jäh weggeworfen in den Metroschacht, fass ich sie nun mit spitzen Fingern an. Durchwühlt ist sie, sogar den Organspendeausweis haben sie aus der hinterste Ecke gekramt, Telefonnummern, Kinokarten, Kassenzettel, Visitenkarten, ein kleines ukrainisches Leben hat sich in ihr angesammelt.

Dass ich sie wieder habe, ist ein Wunder, alle ukrainischen Freunde schauen sie ungläubig an. Das passiert nie. Geschenke soll ich den netten Damen an der Metrostation dla Tolstogo machen und auch ich fange an, das Wunder zu sehen. Dabei denke ich jetzt, ist es doch natürlich, dass man eine Geldbörse mit allen Papieren und Karten meldet. Hier ist es keins. Es ist ein Wunder. Dass sich Fremde meiner Sache angenommen haben, mich als Ausländerin erkannt und im Goethe-Institut angerufen haben, das wiederum mich anrief. Ich wünsche dieser Stadt und ihren Bewohnern, dass es irgendwann kein Wunder sein wird, sich nicht nur um die eigenen Belange zu kümmern.
Aber vorerst werde ich mit Geschenken aus Deutschland wiederkommen, um das kleine Wunder, das mir geschehen ist, zu verlängern.

Dienstag, 19. Oktober 2010

Diebesglück

Erfahrung schützt vor Dummheit nicht oder Leichtsinn und so bin ich eben nicht nur mein Portemonnaie losgeworden mit Kreditkarte und Personalausweis, dabei versuche ich nie Englisch oder Deutsch zu reden, nur dieses eine mal, als ich eine alte Bekannte wieder traf...

Er hat mich sogar noch angesehen, und fummelte an seiner Tasche herum, so dachte ich, aber eigentlich war es wohl meine im Getümmel der Mittagsmetro, wo, ich dachte, wir stünden so eng, keine Bewegung möglich wäre. Oft macht der das nicht, so wie er sich anstellte, so nervös wie er war. Aber die Gelegenheit hat er genutzt einmal neben der reichen Ausländerin stehen, Gelegenheit macht Diebe, als er es dann verlor und alle zugriffen, um zu helfen, vielleicht auch etwas vom Kuchen abzubekommen, als die Metro Menschenkörper spuckte in den Maydan, um neue Massen aufzunehmen. Da ging es hin mein Geld und der Rest. Mag es einer Familie ein Mittag bereiten und nicht nur ihm einen guten Suff.

Nun bin ich alles los, auch die kindliche Freude morgen nach Hause zu fahren, ist dem Gefühl einer großen Müdigkeit gewichen, und ich bin froh dem hier für ein paar Tage zu entkommen.

Samstag, 16. Oktober 2010

in Gogols Reich

Mensch braucht Inspiration um zu merken, was fehlt, was antreibt, was glücklich macht. Ganz deutlich habe ich gespürt, was mir fehlt, als ich wieder ankam, eigentlich völlig dahingerafft von der sauerstofflosen Elektritschkafahrt ins Kiewer Hinterland, wo die Wärme des Heizkörpers zu meiner Linken, die Wangen erst rot leuchten und dann die Augen glühend zufallen ließ; aber wieder hier angekommen, vergaß ich die Erschöpfung der letzen Wochen, die kurz in frischer Oktoberluft zum Vorschein kam und das Rad drehte sich wieder in dem ich strample und strample und strample. Hellwach auch ohne Kaffee noch mit glühenden Wangen gab es neue ungeahnte Hindernisse, an die ich nicht im geringsten gedacht hätte und ein allgemeines Sättigungsgefühl stellt sich ein. Satt, so satt bin ich.

Aber eine kurze Reise raus aus dieser Sattheit fühlt sich an wie Wochen. Nizhyn, (ukr. Нiжин und rus. Нежин) geistige Heimat Gogols, Stadt der dunklen Straßen zu Nacht und der weiß getünchten ehemaligen griechischen Kirchen, der puscheligen Katzen, die abends nachdem der Lehrbetrieb an der Gogol-Universität eingestellt ist, die gepolsterten Stühle der Dozenten einnehmen; Stadt der freundlichen Begegnungen mit Ukrainern, die ohne mit der Wimper über das Ausländerkauderwelsch ein Beratungsgespräch über Rot- und Weißwein beginnen als verstünden sie jedes Wort.

Kleinstadt mit gemütlicher Fahrradkultur und einem zum Stehen gekommenen Fluss, eingesperrt in Betonplatten an denen sich die Entengrütze tummelt; für mich wohl immer mit dem tiefsten Blau am Himmel verbunden, das ich in der Ukraine je sah und mit dem bayrischsten Ukrainern überhaupt.

Denn man hatte zu Ehren der Deutschen ein Konzert organisiert, mit J.R. Becher und Schlagern, modernem wie alten und so voller Liebe und Inbrunst gesungen, vorgetragen, getanzt und gespielt, dass es uns rührte. Verewigt im Sprachlabor der Germanistik-Fakultät mit "PFütze, PFennig und PFerd" und mit dem Versprechen nächstes Mal mit einem Lied wiederzukommen, wurden wir verabschiedet von Hunderten von Händen in Schwarz-Rot-Gold, die sich mit uns fotografieren lassen wollten. Soviel Begeisterung für das Land aus dem ich komme, für die Sprache, in der ich hier schreibe, habe ich noch nie gespürt. Ausländer sieht man hier nicht oft, in der Stadt, in der noch immer 85 000 Menschen leben von früheren 100 000;  die meisten davon suchen heutzutage Arbeit in Kiew, denn die einzige Fabrik die noch funktioniert, füllt saure Gurken ab, die anderen sind stillgelegt. Und so scheint nicht nur das kupferrote Wasser aus dem Wasserhahn hier ruhigen, sehr ruhigen Zeiten entgegen zu rinnen.

Sonntag, 10. Oktober 2010

"hübsch hässlich haben sie es hier..."

... dachte ich, als ich auf den Auslöser drückte. Kunst im Müll oder Müll auf der Leinwand? Denn was er malt, hat nichts mit der Realität um ihn herum zu tun. Wolkenlose Stadtansicht in Pastell. Treffend für mein Leben hier. Denn nichts scheint, wie es ist. Oder ist, wie es scheint?

Eine Woche später und ich habe mich noch immer nicht abgeregt, über dieses Aas, an der ich täglich vorbei laufe, der ich ein schönes Wochenende wünsche auf Russisch obwohl offizielle Sprachen der Akademie Ukrainisch und Englisch sind und die mich dann doch wieder auflaufen lässt. Mein Wundern, wie man nur so sein kann, wie man so wird, was solche Menschen hervorbringt, lässt nicht nach, hört einfach nicht auf. Ich brauche keinen Kaffee mehr, muss mich nur an den letzten Sonntag erinnern und schon ist mein Blutdruck ganz weit oben. Eine offizielle Beschwerde wird es nicht geben, weil sie alles abstreitet und ihre Chefs schneller erreicht hat als wir. Ich knurre sie nun täglich hinter meinen Augenliedern an und hauche ein "Dobre" aus dem tiefsten Winkel meiner Kehle hervor.

Dass ich seit 6 Tagen kein warmes Wasser bei durchschnittlich 8 Grad Außentemperatur und vielleicht 10 Grad Innentemperatur habe, mich nachts in meinen Schlafsack einmummele, der Komfort bis 8 Grad verspricht, macht mich zusätzlich etwas sensibel. Aber ich habe einfach keine Lust mehr auf solche Menschen wie sie angewiesen zu sein, mich abzumühen und Geduld und Fassung zu bewahren. Ich habe es so satt, dass Leute, wie sie die Schlüssel verteilen, meinen ihre Macht über andere auszuspielen, die nur darin besteht Schlüssel zu verteilen. Das ist doch absurd. Warum können sie das? Weil wissen, dass die Uhren hier noch nach ganz alten Zeiten schlagen, sie auf diesen Posten sitzen bis in alle Ewigkeit. Es wird noch Generationen geben, die diese Schachtel mit der gleichen Boshaftigkeit ersetzen können und ich fühl mich dem nicht gewachsen. Meine Haut wird dünner von Konflikt zu Konflikt. Leider fehlt mir sogar die Kraft zum Ironisieren momentan, kommt aber sicher wieder.
So satt habe ich es, dass ich mich nicht einmal mehr über die 50 Bewerbungen für meine Studienreise freuen kann, die ein Zeichen für den Erfolg der Fahrt im letzten Jahr sind; oder die traurigen schönen Abschiedsszenen meiner Damen, die heute morgen nach Jena aufbrachen. Die Verbleibenen zwei wollen mir das Kochen ukrainischer Gerichte beibringen, was so süß ist, dass mich das ganz rührt.

Donnerstag, 7. Oktober 2010

Das Wachtor-Syndrom

eine Anomalie im zwischenmenschlichen Verhalten, die vor allem Personen befällt, die völlig sinnentleerten Tätigkeiten nachgehen und sich ihr Leben damit versüßen andere zu schikanieren und zu beleidigen. Besonders häufig in der ehemaligen Sowjetunion anzutreffen, da es hier besonders vielfältige Berufsmöglichkeiten und Betätigungsfelder für solche Personen gibt. Einstellungsvorraussetzung: Geduld (die Tätigkeit ist langatmig und ausdauernd ermüdend simpel), ein gut ausgebildetes Stimmorgan, denn die anzubrüllenden Objekte - denn sie verdienen es nicht Subjekte zu sein - müssen einen ja verstehen und nicht zu vergessen ein Höchstmaß an Stupidität.

Vereint in absoluter Perfektion und Raffinesse in der Schlüssel-Verteilerin meines Hauses, auch Kommandantka genannt, in guten Zeiten auch mal die "Königin der Nacht". Aber ab jetzt ist Schluss mit freundlich. Mein Limit ist erreicht.

Donnerstag, 30. September 2010

Regenmatt

Regenmatt.
Matt regnet es gegen mein Fenster
 - seit Stunden schon. 
Mattsatt vom Regen und der Stadt,
der Stadt im Regen, liege ich im Bett. 
Regenmatt

Sonntag, 26. September 2010

faul(ig)e Sonntage

Diese Stadt ist heiß oder kalt, ich liebe alles oder ich ertrage nichts. Himmelhochjauzend durchwandere ich die Institutska, die schon in Meister und Magarita eine Nebenrolle spielt. Das krisselige Laub der Kastanien, schon vor seiner Zeit braun raschelt zu meinen Füßen und sonnengelb im Septemberlicht. Ab und zu kracht es neben mir. Die besonders schönen tausche ich mit denen aus, die schon seit Tagen meine Jackentaschen verstopfen und weiter geht das Spiel. Kindlich freue ich mich auf das Frühjahr, wenn ich die Winterjacken mit dieser wechsle und einen kleinen schrumpligen Gruß aus dem Vorjahr finde.


Ein fauler Sonntag, den ich mit der ukrainischen Version eines Flohmarktes begonnen habe, dutzende aneinander gereihte Container, in denen echte europäische Ware angepriesen wird, auf Wühltischen, matt, mit trockner Kehle und angewidert wende ich mich bald ab. So schließt sich der Kreis, hier landet das Zeug, das wir aussortieren, schafft wieder Konsum und Arbeitsplätze und wird irgendwann auf die Tische noch ärmerer Länder wandern. Gern würde ich Konsum geißelnde Gespräche führen, aber die Ukrainerin mit der ich unterwegs bin, schaut mich verständnislos an. „Wir haben halt Pech gehabt an diesem Wochenende, die guten Sachen waren schon weg“ und zieht mich zu einem Stand abgelaufener französischer Kosmetik. Zu mir wandert an diesem Sonntag jedenfalls nichts und ich entscheide mich wieder auf meine, die richtige Flussseite zu fahren, wie es die Westler nennen und dabei fühlt es sich so echt an hier, so ist Kiew abseits der Gegenden, in denen ich mich bewege, das eigentliche Kiew. Wo die Armut als Geschäft getarnt ist, wie Herta Müller schreiben würde, wo die Metro ungewohnt gemütlich vorwärts ruckelt, weil die Schienen nicht mehr hergeben, wo eine orthodoxe Nonne singend durch die Waggons zieht, mit einem Papierjesus. Gemeinsam wälzen sie sich durch die Massen dieses Sonntags, die alle auf die richtige Seite der Stadt hinüberwollen.

Ich staune wieder, denn irgendwie ändert sich mein Blick. Ich sehe nicht mehr die alten Metrowaggons, die jedem Gast aus Deutschland einen Kommentar wert sind, ich stolpere schon lange nicht mehr durch die Schlaglöcher dieser Stadt oder ärgere mich über drängelnde schubsende Metrofahrer, die einen besseren Platz ergattern wollen, habe mich an Babuschkis satt gesehen und fotografiert.
In der Sonne suhlt sich ein kleiner Streuner, dass er ganz traurig guckt, dichte ich seinem Blick erst später zu. Denn nicht unweit liegt ein ebenso kleiner wolliger schwarzer Körper, nur dass die Wespen verdächtig zahlreich um ihn summen. Blutverschmiert und leblos liegt er mitten im Zentrum Kiews und ich schaue verstört nach anderen Passanten, die das gleiche fühlen wie ich. Aber sie ziehen unbeteiligt weiter. Der Winter bleibt ihm erspart, tröste ich mich erfolglos.

Die gleiche Straße, das gleiche Licht und doch ertrage ich diese Stadt nicht mehr, deren goldene Sonntagskuppeln aus der Ferne glänzen. Die Stimmung schwappt. Ich kann sie nicht mehr sehen, diese alten müden Gesichter des Ostens, den Schmutz, den Müll zu meiner rechten der von den Massen der immer wiederkehrenden Großveranstaltungen am Wochenende zurückbleibt. Ihr Geruch frisst sich in meine Nase, sie haben sich nicht weit entfernt ins Gebüsch geschlagen, außer Unkraut wächst hier nichts. Die halb zerfallenen Stufen machen mich wütend, wie die schwarzen Jeeps, die zu meiner linken an mir vorbeirauschen. Keinen kümmert dieser Kontrast, dieser Widerspruch, gebückt bewegen sich die meisten vorwärts, schleppen sich, wenig schreckt sie aus ihrer Lethargie. Das Leben als irdische Prüfung. Ich erkenne, dass ich mich hier noch so gut auskennen kann, verstehen kann ich die Regeln dieser Stadt, dieses Landes nicht, bleibe fremd. Der Maydan leuchtet mittlerweile in der Abendsonne unter mir, aber ich kann ihn nur riechen, den Staub, den Dreck, diesen Geruch, den es nur hier gibt. Er heißt Osteuropa und der mich betäubt, wie die Leute die stoisch an mir vorüberziehen. Ich beginne ihn auch an mir zu riechen, so oft ich mir auch die Hände wasche. 

Kein fauler ein fauliger Sonntag unter der Oberfläche der Herbstsonne.

Sonntag, 19. September 2010

Carlos Marx

So werden nicht anderssprachige Philosophen ins Spanische übertragen, erzählt eine in feucht fröhlicher Runde, die zum Ukrainischlernen aus Ankara nach Kiew gekommen ist. Es ist Freitag und ich fühle mich etwas in meine Erasmuszeit versetzt, nur dass es eben nicht mehr meine ist und ich brav vor 12 nach Hause ziehe, weil mir die Rotwein-Cola irgendwie nicht über die Lippen geht. Zeiten ändern sich, abgedroschen aber wahr.
Dabei denke ich an Finnland so oft wie schon lange nicht mehr, als ich gestern statt seiner Exzellenz dem Botschafter der Bundesrepublik und Frau Birthler, die von der Birthler Behörde zu lauschen, mit einer Finnin und ihrem Chef dem Botschafter, seiner Exzellenz aus Finnland erst über deutsch-deutsche Geschichte plauderte, um dann bei finnischen Biersorten, Fährerlebnissen und weitläufigen beschaulichen Städten anzukommen, war ich wieder ganz da. Ich konnte den finnischen Herbst riechen und das Licht am See beschreiben.

Das zweite Jahr wird besser sagten alle, dass es anders ist, kann ich bereits jetzt bejahen. Es ist weniger aufgeregt, weniger anstrengend, auch wenn das Arbeitspensum das gleiche ist. Aber ich kenne meinen Platz besser, meine Möglichkeiten an denen es sich lohnt zu kämpfen und wann es einfach Energieverschwendung ist.
Ich schaue mir mittlerweile russische Filme im Kino an und freue mich über die Unterschiede zu den ukrainischen Untertiteln, beschreibe den Weg zur Metro und schlage mich so durch, auch wenn immer noch gebrochen. Soeben wurde ich als eine "total bitch" bezeichnet und frage mich immer noch was dran ist. War ich eingebildet, mein Desinteresse zu deutlich, ich weiß es nicht. es wird wohl etwas dran sein.

Sonntag, 12. September 2010

Herbstzeit

Manchmal kommt einem ja so manche Entscheidung im Nachhinein besonders bekloppt vor. Aber dass es vielleicht irgendwann einmal Leser dieser Seiten geben könnte, die mich schriftlich auf "Vecna?" ansprechen würden und ich die nach oben gerissene Augenbraue durch den Bildschirm spüren kann, nun das hätte ich ahnen können. Um mich all denen zu erläutern, die es auch schon immer verstanden haben, aber zu höflich waren, um mich darauf aufmerksam zu machen. Wie nennt man sich, wenn man zuvor entweder nach der verdächtigen Bezeichnung der eigenen Straße oder dem Land des letzten Auslandsaufenthalts gegriffen hat aus lauter Kreativlosigkeit, man wählt einen Namen, der sich aus dem ersten Vokabelrepertoire speist. Nur soviel, ich hätte mich auch Gabel nennen können, ähnlich melodisch aber ähnlich bekloppt.

Und sonst? Ich arbeite wieder. Die Geschichten sind eher wieder Momente von Frust im Alltag, von neuen und alten Gesichtern. Etwas Routine, aber keine Langeweile. Das Gefühl der Überforderung ist jedenfalls gewichen und in diesem traumhaften Herbst lässt es sich schwer an die tränenvollen Abschiede von Deutschland denken und noch weniger an den kommenden Winter.
Es wird wohl etwas ruhiger auf diesen Seiten. Denn das Staunen, das mich antreibt, ruht sich im Altbekannten aus - na mal abwarten.

Neulich lernte ich übrigens ukrainische Volkstänze, brachte beim Zählen meine Tanzpartner durcheinander und lachte mich leider meist allein darüber schlapp. Mir fehlt eben die nötige Reife für diese Dinge, in diesem Sinne

Eure J.

Mittwoch, 1. September 2010

Die Zeichen der Macht

Stellen wir uns vor, der Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland ehemals Horst Köhler, nun wie hieß er doch gleich... keine Sorge keine Geschichte mit parteipolitisch motivierter Antipathie gegenüber, mir fällt der Name nicht ein,  nun gut...

also von Beginn, stellen wir uns nun also besser vor, Bundeskanzlerin Angela Merkel bricht zu ihrem Sommerurlaub nach Rügen auf, sie ist ein Sonnenkind, denn mitten im Sommer geboren, gehört sie zu den Glücklichen, die Gartenparties zu ihrem Geburtstag veranstalten können. Sie lädt hierfür aus unterschiedlichen Bereichen der Republik die Crème de la Crème der besseren Gesellschaft ein und sperrt dafür einfach einen halben Tag alle Zufahrtswege von Stralsund nach Bergen, zwingt die Autofahrer nicht nur zum Warten in brütender Julihitze, sondern schickt sie mit ihren Fahrzeugen in den Wald, so dass die Straßen frei sind, wenn die Gäste anrollen. Auf Nachfrage, wie lang das Warten andauern soll, werden die Autofahrer rüde abgekanzelt: "In den Wald. Schnell" Unvorstellbar?

Dann kommt in die Ukraine, seit diesem Jahr ist so etwas hier wieder möglich.